Vom Wehr zur Aussichtsplattform
Die Goggeles Brücke war eigentlich ein Wehr mit einem Übergang, in den verschiedene Versorgungsleitungen eingehängt waren.
Der Name leitet sich von einem, mit einem prächtigen Schweif ausgestatteten Goggel ab, der als Wetterhahn über dem hölzernen Schleusenhaus thront.

Es entstand im Zusammenhang mit der Verlängerung des Wertachkanales im Jahre 1921. Der Wehrkörper aus Beton hatte eine Breite von 48 Metern und eine Höhe von 5,70 Metern. In der Mitte bestand eine acht Meter breite Vertiefung von eineinhalb Metern.

Das alte Goggeles Wehr
Unterhalb der Goggeles Brücke konnte man auf der Ostseite den Kanal einleiten, auf der Westseite den Mühlbach, eine Möglichkeit, von der allerdings selten Gebrauch gemacht wurde. Das Bauwerk hatte die Aufgabe mit dem Wasserfall die Kraft der Wertach zu brechen und als Stützschwelle die weitere Eintiefung zu begrenzen.

Aussichtsplattform am Seehundgehege Und Heute:
Nun hat der mit einem Wetterhahn bekrönte offene Pavillon ein neues Zuhause gefunden. Er steht seit Mai 2005 im Seehundgehege im Augsburger Zoo.
Nachdem die Brücke über der Wertach in Pfersee abgerissen worden war, bemühte sich der Tierpark um das Wahrzeichen.
Der Freundeskreis des Augsburger Zoos finanzierte die 240 000 Euro, die der Umbau des 300 m² Seehundgeheges inklusive Goggeles Brücke kostete.
Textauszüge aus: ‚Abschied von der Goggeles Brücke’ der Bürgeraktion Pfersee und der AZ/wers vom Mai 2005